Matthaeus 24,35
Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen
Gott hat in seinem Wort dem Menschen verheissen, ihn auf seinem Weg zu bewahren und zu pflegen (2 Thess 3,3; Jesaja 25,1). Doch sogar die treuen Urväter wie auch Abraham, handelten, nachdem der HERR ihm das Land Israel verheissen hat, nicht ungeteilt nach dem Willen Gottes. So wie Gott vom Abraham verlangte, sich von seinem Vaterhaus zu lösen, handeln auch wir viele Male nach eigenem Ermessen. Weil er seinen götzendienerischen Vater und seinen leichtgläubigen Neffen Lot mit sich mitnahm, erfolgte daraus ein Weg der Erschwernis, der überaus leichter zu gehen gewesen wäre, wenn er sich auf Gottes Ratschluss gestützt hätte.
Wir sehen also, wir können allezeit das verhindern, was Gott für uns vorbereitet hat, weil wir entweder nicht auf Gott vertrauen, was einen Kleingläubigen Christen (Matt. 8,26) ausmacht, oder wenn wir nur auf unsere Bedürfnisse hören. Oder, wenn wir uns vor dem HERRN als unwürdig erachten, und glauben, dass sich Gott nicht mehr für uns interessiert. Was ein Verdienst des Teufels ist. Doch lässt sich so eine Zwickmühle der Gefühle überhaupt noch meiden? Ja! Man muss verstehen, dass es grundsätzlich darum geht, sein Leben unter die Herrschaft Gottes zu stellen, in dem der Heilige Geist in seiner Fülle zur Wirkung kommt. In folgendem betrachten wir einige Punkte, die zu so einem Leben führen könnten.
1. Liebe den HERRN mehr als sich selbst.
(Markus 12,29-31)
2. Betrachte dich als Unweise.
(1.Korinther 3,19) ( Roemer 12,17)
3. Suche keine Ehre für deine Werke.
(Epheser 2,9)
4. Liebäugle nicht mit der Welt, verachte das „Schöne“
(1.Johannes 2,15)
5. Sinne über das Gesetz Jesu, Tag und Nacht und Liebe es.
(Psalm 1.2)
6. Blicke täglich auf den HERRN und sein Werk auf Golgatha.
(Psalm 34,6)
7. Bete jeden Tag.
(1 Thessalonicher 5,17)
8. Lese jeden Tag in der Bibel oder irgendetwas das zur Ehre Gottes ist.
(Jesaja 55,6) ( Lukas 8,16)
9. Bekenne deine Sünden.
(1.Johannes 1,9)
10. Freue oder sehne dich auf die Wiederkunft Jesu
(Johannes 14.3)
All diese Dinge müssen Bestandteil eines gottgefälligen Lebens sein. Sie bilden ein Haus, gebaut auf dem Felsen Jesus Christus („Sela“ Psalm 18,2-3), das standhaft vor vielen geistlichen Wirrwarr, den wir uns teils selbst oder der Feind zugefügt hat, nicht zerbricht. Ein innerlich, wie auch äusserlich gepflegtes Zuhause, das den Glanz Jesus Christus nicht verbergen möchte.
Wenn wir den Punkt 8 betrachten, „lese jeden Tag in der Bibel“, indem wir im Lukasevangelium Kapitel 8 Vers 16 lesen, haben wir Einsicht, wie unser Licht, das den Glanz Jesu nicht verbirgt, entweder schwindet oder scheinen lässt.
„16 Niemand aber, der eine Lampe angezündet hat, bedeckt sie mit einem Gefäß oder stellt sie unter ein Bett, sondern er stellt sie auf ein Lampengestell, auf daß die Hereinkommenden das Licht sehen. „
Das Gefäss bezieht sich auf haushälterischer Arbeit oder der Arbeitsplatz. Wenn beide überhandnehmen, wird dem Licht nicht den Platz zugesprochen, wo es sich befinden müsste. Das Bett drückt „schlafen“ aus, was geistliche Faulheit bedeutet. Beide Dinge sind Hindernisse, die dem Licht nicht den Ausdruck geben, den es ausdrücken müsste; nämlich uns als ein unbeflecktes Zeugnis Gottes für alle Menschen darzustellen, denen wir zu Lebzeiten begegnen. Also gilt es sich vor solchen Dingen zu distanzieren, dadurch, dass wir den Punkt 1 als Quelle der Bereitschaft zur zwanglosen Gefolgschaft Jesu Christus in unserem Herzen verankert haben und wir in wahrer Liebe seine Gebote halten.
Zu Punkt 7 – Bete jeden Tag:
Viele mussten zuerst lernen, was Jesus Christus damit meinte, als er sprach: „Bittet und es wird euch gegeben werden (Matt 7,7)“. Denn dem, der nicht nach seinem Willen bittet, wird nichts gegeben. So scheint es für viele verborgen gewesen zu sein, dass wir erst dann empfangen, wenn sich unser Wille in seinen Willen umgewandelt hat. Dann, wenn der alte Mensch vergangen ist und die neue Kreatur (2.Kor 5,17) nach seinem all umfassenden Willen zu handeln vermag, weil der heilige Geist den Willen Gottes offenbart. Nicht nur, wenn wir Gottes Wille ausschliessen, sondern vorab die Sünde lässt es zu, dass das ausgesprochene Gebet nicht erhört wird. Denn wenn Gott das Unrecht in unserem Herzen sieht, ein Herz, das mit Absicht das Unrecht sucht, in dem es weiterhin die Befriedigung der Sünde liebt, wird es keineswegs von Gott erhört (Ps. 66,18). So soll sich jeder eingestehen, dass weder Gottesfurcht und allem voran wahre Liebe vorhanden ist, wenn keine Gebetserhöhung stattgefunden hat. Niemals sollte man versuchen die Übertretungen zu verbergen, denn daraus folgt keine Barmherzigkeit (Spr. 28,13). Eine Barmherzigkeit, die uns vor den Anfechtungen des Teufels bewahren kann, weil wir ohne Gottes Triumph über den Feind auf Golgatha nicht dazu imstande währen, ihn zu überwinden. Gott ist gnädig und barmherzig, dass er seinem Geschöpf Gelingen schenkte, den Feind und die Welt zu überwinden. Nur ein wiedergeborener Mensch kann diese Abhängigkeit von Gott erkennen, aber dem noch im Fleisch versklavten Menschen bleibt dies verborgen, denn sie verharren auf der Meinung, in „ihrem“ Recht gebeten zu haben.
Zu Punkt 8 Lese jeden Tag in der Bibel:
Um nicht Verantwortung für das Handeln und Denken zu übernehmen, pflegt der Mensch sein Leben mit Ausreden, die ihn vor jeglicher Pflicht entbinden können. So weit sogar, dass er sich selbst manipulieren kann. Nicht umsonst lesen wir in Jesaja Kapitel 34 Vers 16: „Forschet nach im Buche des HERRN und leset! Gott selbst hat einen Anspruch an uns, dass wir sein Wort erforschen, um genau daher im Geist zu wachsen.
Wenn wir nicht täglich Nahrung zu uns nehmen, sehen wir einen äusserlichen Zerfall unseres Leibes. Wie viel mehr aber schwindet der geistliche Leib, den wir durch sein Wort zu pflegen haben, wenn wir diese geistliche Nahrung vernachlässigen.
Jesus Christus ist das Brot des Lebens, das uns bis in Ewigkeit bewahren wird. Solange nichtige, weltliche Dinge nicht den Vorrang haben, zeugt ein regelmässiges Studium seines Wortes von einer wahren Wiedergeburt. Sein Wort wird zu einem unentbehrlichen Leitfaden eines Lebens. Ein geistliches Leben, das sich mitten unter einem verdrehten Geschlecht zu bewahren weiss. Wenn sich jedoch die Teilnahme an der Gesinnung der Welt offenbart, eine Gesinnung die keine Notwendigkeit, an der regelmässigen Zunahme der geistlichen Speise sieht, muss früher oder später damit rechnen, geistlichen Schiffbruch zu erleiden. In eigener Verantwortung wurde man den Segen beraubt, den der HERR uns verheissen hat (Jer. 17,7-8).